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Neugier - der Motor für Kreativität

Großer Erfolg und Risikobereitschaft sind in unseren Köpfen untrennbar miteinander verbunden. Wenn wir originelle Menschen und deren Ideen bewundern, nehmen wir automatisch an, sie seien risikofreudig und versehen sie sogleich mit dem Status der Rebellen, Eigenbrötler oder Querdenker.

Doch, wer mit ungewöhnlichen Ideen auf Erfolg hofft, muss nicht risikobereit sein. Wagemut ist keine Voraussetzung für Kreativität und Originalität. Lediglich der Sprung ist Ungewisse muss gewagt werden.

Dabei spielt es auch keine Rolle, ob man an den großen Erfolg glaubt oder nicht. Im Gegenteil, eine Untersuchung der Forscher Joseph Raffiee und Jie Feng ergab, dass jene Gipfelstürmer, die eine gewisse Unsicherheit empfinden und die Umsetzbarkeit ihrer Ideen nicht von vornherein als garantiert betrachten, bessere Chancen auf Erfolg haben als jene selbstsicheren Individuen, die für ihre „Flausen“ alles liegen und stehen lassen und von einer felsenfesten Überzeugung geleitet sind.

Den Weg zu neuen Ideen ebnen

Aber was macht nun einen kreativen Menschen aus? Während weniger kreative Menschen vieles im Leben akzeptieren, geben sich Kreative mit dem Gegebenen keineswegs zufrieden. Vorgegebenes wird zurückgewiesen, um eine bessere Option zu erkunden. Um kreative Ideen zu entwickeln, gilt es demnach, die Initiative zu ergreifen.

Man muss aktiv Ausschau halten nach einer aussichtsreicheren Alternative. Und dieses Ausschau halten setzt Neugier voraus. Neugier bedeutet das Nachdenken darüber, warum etwas so ist, wie es ist, man hinterfragt und betrachtet die Sache aus einem anderen Blickwinkel. Dadurch entstehen neue Verknüpfungen, die neue Ideen und Originalität hervorbringen.  

Quelle: Psychologie Heute 3/16

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