Skip to main content

Neue digitale PR-Formate

Push-News, interaktive Interviews, Realtime-Serien, animierte Grafiken und Audio-Slideshows... Die neue Kommunikation wird immer mehr auf die Mikro-Lesesituationen der mobilen Welt hin konfiguriert. Multimedial, schnell konsumierbar, minimalistisch.

Schnelle Welt und viele Inhalte

Diese Entwicklung hat natürlich ihre Gründe. Wir leiden unter permanenten Zeitmangel. Deshalb sollte die Komplexität der Inhalte reduziert und nach dem KISS-Prinzip „Keep it short and simple“ aufgebaut werden.

Mit jedem Themenangebot, das für den Nutzer keine thematische Relevanz besitzt, wird sein Frustrationspegel gesteigert. Belanglose und irrelevante Stories werden als störend empfunden. So ist es wichtig, in Themenschwerpunkte zu gliedern, um den Interessen der Zielgruppe punktgenau nachzukommen.

Hintergrundinformationen sollen einen Beitrag mit Fakten untermauern und das Interesse der Leser wecken. So kann eine tiefergehende Berichterstattung und weiterführende Information bei komplexeren Themen sinnvoll sein, um glaubwürdig zu bleiben.

Umsetzungsmöglichkeiten gibt es viele. Anbei einige Beispiele:

 

Multimediales Storytelling

Geschichten gehören erzählt. Somit ist der Anker einer Geschichte der Text, der beim Storytelling durch multimediale Elemente bereichert wird. Über die Scroll-Funktion erschließen sich dem Nutzer Fotos, Video und Audiomaterial. Soviel zur Technik.

Was noch fehlt, ist die Inszenierung. Geschichten müssen auch gelesen werden. Sie müssen unterhalten, informieren, aber vor allem berühren. Langweilig inszeniert, wird man bis zum Herz nicht vordringen. Die Inszenierung ist ein wichtiges Kriterium, um durchzudringen, um überhaupt anzusprechen. Nach wie vor gilt: Originalität und ein persönlicher Stil, um wahr genommen zu werden und den Effekt der Austauschbarkeit zu minimieren.

Ein sehenswertes Beispiel liefert die Rhein-Zeitung mit “Arabellion”. 

 

Silent Videos

Videos dominieren die digitale Medienwelt. Sie werden kürzer und finden schneller die richtige Zielgruppe – häufig direkt über Social Media. Ein markantes Beispiel: Das Silent Video, das komplett ohne Ton verstanden wird. Am Arbeitsplatz, in der Bibliothek, im Bus, auf Messen und überall dort, wo Töne unerwünscht und Kopfhörer unangemessen sind.

Hier ein Beispiel des deutschen Auslandsrundfunks Deutsche Welle: Ein virales Webvideo, das sowohl auf der eigenen Website als auch auf diversen Social-Media-Kanälen gepostet wurde.

 

Erklärformate

Daten und Fakten in kurzer und unterhaltsamer Form gewinnen an Bedeutung. Fragen lassen sich bestens mit interaktiven Grafiken, Karten, Anwendungen oder auch Storytelling-Formaten beantworten. Textreduzierte Grafiken oder das Geschichten erzählen aus Statistiken und Zahlen, können neben guter Information dem User auch Spaß bieten.

Die Berliner Morgenpost liefert mit der Info-Webseite “Interaktiv” ein nachahmenswertes Beispiel.

 Quelle: www.mynewsdesk.com/de/mynewsdesk/blog_posts (30.08.2016)