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Bringt Brainstorming mehr Ideen?

Mit Zettel und Stift sitzen Kollegen im Kreis, werfen Gedanken in den Raum und schreiben sie nieder. In der Gruppe muss man doch mehr Ideen finden, oder?

Dass Brainstormen so beliebt ist, verdanken wir Alex Osborn, der 1942 in seinem Buch „How to Think Up“ den Mythos verbreitete, dass kritikloses Ideensammeln die Leute befreit, um kreativer denken zu können.

Jedoch entstehen nach dem Motto „Jede Idee ist willkommen, alles sammeln“ nicht zwangsläufig die besten Lösungen. Wie effektives Arbeiten besser gelingt, erklären Erkenntnisse aus der Neuropsychologie.

Danach belegen mehrere Studien, dass Probanden, die alleine überlegt hatten, bis zu 40 Prozent mehr Ideen lieferten als eine Gruppe. Doch nicht nur die Quantität war dabei höher, sondern auch die Qualität.

 

Weniger Produktivität bei großen Gruppen

In den Untersuchungen konnte auch gezeigt werden, dass die Produktivität mit der Größe der Gruppe abnahm. Ein Grund dafür ist die unbewusste Fixierung auf die Ideen der anderen. In den eigenen Ideen werden diese imitiert und dadurch leidet die Kreativität.

Außerdem hindert das wahllose Sammeln von Ideen daran, direkt die guten und schlechten auszusortieren – denn ohne Kritik fehlt die Selektion. Auch für introvertierte Mitarbeiter kann die geforderte Spontanität beim Brainstorming belastend sein. Sie halten sich eher zurück, die Ideenverkündung liegt dann meist bei den Extrovertierten.

 

Unter der Dusche kommen die besten Ideen

Kreativität kommt, wenn man alleine arbeitet und jeden Gedanken in Ruhe abwägen kann.

Steve Wozniak, Co-Gründer von Apple, sagt über Kreativität: „Arbeite allein. Du wirst am ehesten revolutionäre Produkte designen, wenn du auf dich selbst gestellt bist.“

Auch ein Sparziergang kann helfen, den Kopf frei zu kriegen und der Kreativität Tür und Tor zu öffnen. Falls in einer Gruppe gearbeitet werden muss, dann sind kleinere Gruppen zu bevorzugen. Denn so wird die Bereitschaft aller Teilnehmer, sich am Gespräch zu beteiligen, erhöht. 

Der beste Ort für Kreation von Ideen ist unter der Dusche. Es wird dabei das Gehirn in einen Ruhezustand versetzt und man kann sich die inneren Gedanken bewusst machen. Ohne Aufgabe und Zweck und ohne sich auf die Umwelt zu konzentrieren müssen, schweifen die Gedanken in alle Richtungen. Das Ergebnis sind meist ungezwungene und kreative Ideen. 

Tipp: Zuerst alleine für sich nachdenken und dann in kleineren Gruppen die Idee besprechen.

Quelle:
absatzwirtschaft.de

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